Speakerstour: „All Static and Noise“ in Berlin mit Jewher Ilham

Die Themenkoordingationsgruppe Religion und Menschenrechte betreut u. anderen den Fall von Ilham Tohti. Daher haben wir eine Speakerstour mit der Tochter des Wirtschaftsprofessors Ilham Tohti, der Uigurin Jewher Ilham organisiert.

Am Dienstag, den 15. Juni 2025 um 19 Uhr zeigt wir als Theko Religion & Menschenrechte den Film “All Static and Noise” im Moviemento Kino; Berlin. Begleitet wird der Film von Enver Can von der World Uigur Assosiation. Jewher Ilham kann leider nicht live anwesend sein, da sie nicht einreisen konnte.

Der Film thematisiert die chinesischen “Umerziehungslager”, in denen die Uiguren von der chinesischen Regierung interniert sind – so auch Ilham Tohti. Da Jewher Ilham die Tochter des berühmten uigurischen Professors Ilham Tohti, nicht einreisen konnte, versuchen wir sie per Video bei der Filmvorführung für Gespräche zuzuschalten.

 

Hintergrund zum Film

“Nothing in this world is permanent, whether good or bad. Every problem has a solution.”  — Ilham Tohti

Jewher, ein uigurischer Teenager wird auf dem Pekinger Flughafen gewaltsam von ihrem Vater getrennt, der inhaftiert wird. Abduweli, ein Linguist und Dichter, der inhaftiert und gefoltert wurde, weil er 6-jährigen Kindern die uigurische Sprache beigebracht hat, will nach seiner Freilassung nach Istanbul.

Überlebende von Chinas „Umerziehungslagern“ berichten von der Brutalität der staatlich geförderten Unterdrückung im Westen Chinas. Regisseur David Novack und Produzentin Janice Englehart haben einen Film gemacht, der aus einer Tragödie geboren wurde und von einem Gefühl der Hoffnung durchdrungen ist.

Der Filmtitel ist der amerikanische Ausdruck für „Rauschen“, der wohl darauf anspielt, dass man immer wieder von den Umerziehungslagern liest, aber nie etwas Konkretes erfährt. Einer Beispiel dafür ist der Artikel “China’s hidden camps – What’s happened to the vanished Uighurs of Xinjiang?” von Journalisten der BBC, die vor Ort waren, und mit Satelliten-Bildern vom schnellen Wachstum der Camps berichten.

Xinjiang ist eine ethnisch äußerst vielfältige Region im Nordwesten Chinas. Unter dem Deckmantel der „Terrorismusbekämpfung“ und des „religiösen Extremismus“ sind in Xinjiang lebende Muslim_innen massiven und systematischen Repressionen ausgesetzt. Seit 2017 befinden sich in dieser Region vermutlich mehr als eine Million Menschen in Haft.

Der Eintritt ist frei.